TÜV und Zulassung

Im Vorfeld hatte ich mir immer wieder Gedanken über die Bereifung gemacht, weil die Michelin Weißwandreifen aus den USA weder eine Zulassung für die EU noch einen Speedindex haben und damit eigentlich hier nicht gefahren werden dürfen. Auch Michelin Deutschland konnte mir keine Daten über diese Reifen liefern, die mittlerweile offensichtlich auch in Frankreich nicht mehr produziert und nach Amerika exportiert werden.

Als Ersatzbereifung für den MK IX kommen entweder die ursprünglichen Dunlop Roadspeed Diagonalreifen 6.70 x 16 H in Frage oder als Ersatz dafür die Radialreifen der Dimension 185/80 x 16 H (z. B. Vredestein Sprint Classic), die aber beide mehr als 240 Euro das Stück kosten. Billigalternativen sind nur noch als VAN-Reifen (195/75 R 16) oder als Geländewagenreifen (205/80 R16) erhältlich, die allerdings keine optimale Lösung darstellen, weil sie zu hart sind.

Der Meister der Werkstatt aus Steinbach ist dann persönlich zu einem ihm bekannten TÜV-Prüfer gefahren. Dort kam der Mk IX ohne Problem durch die Hauptuntersuchung und hat auch die Zulassung als historisches Fahrzeug bekommen.

Auch die Weißwandreifen wurden dann nach einigen Diskussionen vom TÜV-Prüfer genehmigt, weil der Meister ihm begreiflich machen konnte, dass keiner mit diesem Auto schneller als 150 km/h fahren wird, auch wenn er offiziell mit 180 km/h (laut Jaguar Deutschland) angegeben ist, denn die in den USA zugelassenen Reifen müssen alle mindestens für 150 km/h ausgelegt sein.

Nachdem die TÜV-Prüfung dann problemlos erfolgt war, stand die Zulassung bevor. Für ein aus dem nichteuropäischen Ausland importiertes Fahrzeug braucht man vor allem eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Zollamt und vom Kraftfahrtbundesamt sowie die üblichen Unterlagen zur Fahrzeugzulassung.

Beim Zoll musste ich das Auto persönlich vorführen, weil die Fahrgestellnummer mit den Einfuhrpapieren verglichen werden muss. Das hat der Zollbeamte dann beim Zollamt in Frankfurt-Höchst erledigt. Nachdem schließlich anhand der holländischen Papiere klar war, dass die Umsatzeinfuhrsteuer schon in Holland entrichtet worden war, habe ich auch die Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Zollamt bekommen.

Die KBA-Bescheinigung hatte ich ebenfalls schon aus Flensburg bekommen und so stand einer Zulassung am 8. 6. 2004 auch nichts mehr im Wege. Nach einer intensiven Politur und Wachsbehandlung strahlt der alte Lack nun auch wieder (zumindest bei schönem Wetter). So hat es dann fast 9 Monate und am Ende ca. 20.000 Euro gebraucht, um das Fahrzeug halbwegs anständig auf die Straße zu bringen.

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